Dresdner Denkmäler

Tag des offenen Denkmals in Dresden am Sonntag, 13. September 2026

Am 13. September 2026 findet bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen rund 5.000 Denkmale ihre Türen. Auch in Dresden laden etwa 64 historische Stätten zu überwiegend kostenfreien Besichtigungen, Führungen und besonderen Programmpunkten ein. Entdecken Sie bekannte Bauwerke und sonst nicht zugängliche Orte aus einer neuen Perspektive.


Stadtrundfahrt

Die folgenden teilnehmenden Denkmale liegen an oder nahe der Route der Großen Stadtrundfahrt. Mit dem Hop-on-Hop-off-Tagesticket und 22 Haltestellen können Sie mehrere Programmpunkte flexibel miteinander verbinden. Bitte beachten Sie: Für einzelne Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich; einige Angebote sind nur begrenzt zugänglich.


Angebote entlang der Route der Stadtrundfahrt Dresden

Haltestelle 4
Taschenberg

4 

DenkRaum Sophienkirche
Die begehbare Großplastik der neu errichteten Busmannkapelle erinnert an den einstigen Standort der Sophienkirche. Diese gehörte zum damaligen Franziskanerkloster und wurde später zur evangelischen Hofkirche Dresdens. Bei den Angriffen im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Ruine der Sophienkirche 1963 bei der Umgestaltung Dresdens zur sozialistischen Großstadt abgetragen. Der DenkRaum Sophienkirche dient heute als lebendiger Ort der Auseinandersetzung mit der Dresdner Geschichte und Gegenwart.

Öffnungszeiten: 12:00-18:00 Uhr
Angebot: Freier Rundgang durch die Dauerausstellung, Besichtigung des „Klostergartens 2.0“ und Austausch mit dem Ehrenamtsteam; 14:00 Uhr öffentlicher Rundgang, 15:00 Uhr Vorstellung des Jugendgeschichtsprojekts „Spurensuche“, ab 16:00 Uhr Musik, 17:00 Uhr musikalischer Abschluss. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Haltestelle 4
Taschenberg

4 

Kulturpalast Dresden
Der 1969 eröffnete Kulturpalast gehört zu den markantesten Bauwerken der Dresdner Nachkriegsmoderne. Nach seinem umfassenden Umbau vereint das Haus heute Konzertsaal, Zentralbibliothek und Kabarett unter einem Dach.

Führungen: 11:00 und 13:00 Uhr (Dauer: ca. 60 Min.)
Angebot: Einblicke in Geschichte, Architektur und heutige Nutzung des Hauses einschließlich Konzertsaal und Konzertorgel. Die Teilnahme ist kostenfrei; wegen begrenzter Plätze wird eine vorherige Anmeldung empfohlen.

Haltestelle 5
Theaterplatz

5 

Ständehaus
Das Ständehaus wurde zwischen 1901 und 1907 als Landtagsgebäude errichtet. Nach starken Beschädigungen 1945 begann der Ausbau für das Landesamt für Denkmalpflege und wissenschaftliche Institutionen. Seit 2001 beherbergt das Ständehaus das Oberlandesgericht, das Landesamt für Denkmalpflege (LfD) und Repräsentationsräume für den Landtagspräsidenten.

Führungen: 11:00, 12:00, 13:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr (Dauer: ca. 60 Min.)
Angebot: Führung durch das Landesamt für Denkmalpflege mit Restaurierungsatelier und ausgewählten Bereichen des Ständehauses; zusätzlich 3D-Modelle und ein virtueller Rundgang. Anmeldung bis 11.09.2026 unter (0351) 484 30 421 oder presse@lfd.sachsen.de erforderlich. Die Anmeldebestätigung ist beim Einlass vorzuzeigen.

Haltestelle 7
Dr.-Külz-Ring / Altmarkt-Galerie

7 

Kreuzkirche
Die Kreuzkirche ist die evangelische Hauptkirche Sachsens und Predigtkirche des sächsischen Landesbischofs. Sie ist zugleich ein Zentrum evangelischer Kirchenmusik, Heimstätte des Dresdner Kreuzchores und einer der größten Konzerträume Sachsens. In ihrer wechselvollen Geschichte wurde das Gebäude mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Vom Turm eröffnet sich ein besonderer Blick über Dresden und das Umland.

Öffnungszeiten: ca. 11:00-18:00 Uhr; auch der Turm ist geöffnet
Angebot: Gegen 11:00 Uhr Sonderführungen zum Glockenstuhl und zur großen Jehmlich-Orgel, 13:00 Uhr Kirchenführung zur allgemeinen Baugeschichte. Der Turmaufstieg ist kostenpflichtig.

Haltestelle 9
Arnholdbad / Hygiene-Museum

9 

Georg-Arnhold-Bad
Das 1926 eröffnete Georg-Arnhold-Bad ist ein bedeutendes Bauwerk der Moderne im Stil der Neuen Sachlichkeit. Entworfen wurde es von Stadtbaurat Paul Wolf. Der Dresdner Bankier Georg Arnhold unterstützte den Bau des Freibades finanziell. Besonders markant sind die expressionistisch gestalteten Torhäuser, die bis heute den Eingangsbereich bilden.

Führungen: 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr
Angebot: Historische Führung mit Wissenswertem, Interessantem und Kuriosem aus 100 Jahren Geschichte des Georg-Arnhold-Bades (Dauer: ca. 45 Min.). Treffpunkt ist im Foyer. Eine Anmeldung bis zum 12.09.2026 ist erforderlich.

Haltestelle 14
Blaues Wunder / Grundstraße

14 

Alte Feuerwache Loschwitz
Die 1908 für die Freiwillige Feuerwehr Loschwitz errichtete Feuerwache ist an ihrem turmartigen Gebäudeteil zum Trocknen der Wasserschläuche erkennbar. Seit 1991 nutzt der Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz das Gebäude als soziokulturelles Zentrum.

Angebot: 10:00 Uhr Gespräch und Einblicke zur Geschichte der Feuerwehr in Dresden-Loschwitz (Dauer: ca. 120 Min.). Anmeldung per E-Mail oder Telefon beim Veranstalter möglich.

Haltestelle 15
Weißer Hirsch

15 

Chinesischer Pavillon
Der Chinesische Pavillon ist ein Original chinesischer Baukunst, eine klassische chinesische Holzkonstruktion, in der sich Architekturelemente aus Nord- und Südchina mischen. Das Geschenk der letzten kaiserlich-chinesischen Regierung aus Anlass der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911 in Dresden ist ein Unikat in Deutschland. Der Pavillon wurde nach der Ausstellung in der Gemeinde Weißer Hirsch als Lese- und Trinkkurhalle für die benachbarten Sanatorien genutzt. Seit 2006 wird der Pavillon durch den Verein Chinesischer Pavillon zu Dresden e. V. betrieben und steht seit 2015 für Veranstaltungen zur Verfügung.

Führungen: 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr
Angebot: Kurzführungen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Pavillons, Gespräche mit dem Verein sowie Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen.

Haltestelle 16
Schloss Albrechtsberg

16 

Lingnerschloss
Die zwischen 1850 und 1853 durch den Architekten Adolph Lohse erbaute Villa Stockhausen ist eines der drei Elbschlösser am Loschwitzer Elbhang. Noch heute erinnert der inoffizielle Beiname an einen der bekanntesten Nacheigentümer: den Dresdner Unternehmer Karl August Lingner, der das Schloss zwischen 1908 und 1916 bewohnte. Nach seinem Tod ging das Anwesen in den Besitz der Stadt Dresden über und wurde seit 2003 vom Förderverein Lingnerschloss e.V. mit dem Ziel der Nutzung für kulturelle Zwecke saniert und betrieben.

Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr
Angebot: Schlossführungen, Vorträge, Künstlergespräche, Filmprogramme im Clubkino, Angebote für Familien, Infostände und musikalische Begleitung. Die Winzer des Lingnerschlosses bieten außerdem Wein und Informationen zum Weinanbau an. Der Zugang ist – mit Ausnahme der Dachterrasse – barrierefrei.

Haltestelle 16
Schloss Albrechtsberg

16 

Schloss Albrechtsberg
Schloss Albrechtsberg wurde zwischen 1850 und 1854 als spätklassizistischer Bau nach Plänen des Berliner Landbaumeisters Adolf Lohse für Prinz Albrecht von Preußen am Loschwitzer Elbhang errichtet. 1925 erfolgte der Verkauf an die Stadt Dresden. Nach Erwerb durch das sowjetische Außenhandelsministerium, einer Nutzung als Intourist-Hotel und Rückkauf 1951 durch die DDR mit der Nutzung als Pionierpalast „Walter Ulbricht“ wurde das Schloss 1977 zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt. Seit 1994 dient Schloss Albrechtsberg als Veranstaltungsort für Festlichkeiten und Konzerte.

Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr
Angebot: Unter dem Titel „Dresden (er)lesen“ erwarten die Besucher Verlags- und Buchpräsentationen sowie literarisch-musikalische Veranstaltungen. Säle und Salons des Schlosses können besichtigt werden. Am Römischen Bad werden stündlich Baustellenführungen angeboten; festes Schuhwerk wird empfohlen. Das Schloss ist nur eingeschränkt barrierefrei.

Haltestelle 17
Waldschlößchen

17 

Gedenkstätte Bautzner Straße
Das Gelände der Staatssicherheit an der Bautzner Straße war zu Zeiten der SED-Diktatur Wirkungsort eines umfassenden Repressionsapparats. Hier errichteten die Sicherheitsapparate der sowjetischen Besatzungsmacht und der DDR ihren Hauptsitz für das Land Sachsen bzw. später für den Bezirk Dresden. Die unzerstörten Gebäude nahe der Kasernenanlage im Dresdner Norden, wo die sowjetischen Besatzungstruppen unterkamen, dienten fortan der Arbeit der Geheimdienste.

Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr
Angebot: 10:00-16:00 Uhr Kurzführungen zu jeder vollen Stunde (Dauer: ca. 45 Min.); von 10:00-18:00 Uhr begehbares Hörspiel, Audioguide mit Zeitzeugenberichten, Bürgerberatung sowie Getränke und Imbiss in der Cafeteria.

Haltestelle 17
Waldschlößchen

17 

Villa Wigman
Die historische Villa diente der Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Mary Wigman von 1920 bis 1942 als Wohn- und Wirkungsstätte. Hier legte sie den Grundstein für eine eigenständige moderne Tanzausbildung und den „German Dance“, der seine Strahlkraft in die ganze Welt hinein entfaltete. 1927 erweiterte sie das Gebäude um einen Verbindungsbau mit zwei kleinen und einem 200 Quadratmeter großen Saal. Heute wird das in Teilen sanierte Haus als Produktionsort von Freien Tanz- und Theaterschaffenden genutzt.

Führungen: 10:00-15:00 Uhr alle 30 Minuten (Dauer: ca. 60 Min.)
Angebot: Führungen, Ausstellung und Gespräche mit Mitgliedern des Vereins Villa Wigman für Tanz und dem Architekten-Team. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Haltestelle 21
Albertinum

21 

Bärenzwinger
Die heute als Bärenzwinger bezeichneten Bauten entstanden ab 1519 als Teil der Dresdner Stadtbefestigung und wurden später erweitert. Mitte der 1960er-Jahre legten Architekturstudenten der TU Dresden die verschütteten Gewölbe frei. Seit 1968 wird der Bärenzwinger als Begegnungs- und Kulturort genutzt.

Öffnungszeiten: 10:00-16:00 Uhr
Angebot: Öffentliche Führungen „Von der Festung über den Kanonenhof zum Bärenzwinger“ um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr. Der Zugang ist barrierefrei; vor Ort gibt es Kopfsteinpflaster und keine barrierefreien Sanitäranlagen.


Große Stadtrundfahrt
Hop on Hop off 22 Haltestellen

Ein Tagesticket – Dresdens wichtigste Sehenswürdigkeiten

Start: Haltestelle Zwinger / Postplatz
Zeiten: April-Okt. täglich 10:00-17:00 Uhr alle 15-30 Min.
(Nov.-März täglich 10:00-16:00 Uhr alle 30-60 Min.)
Dauer: Tagesticket (Rundfahrt ca. 2 Std.)
Sprachen: 19 Sprachen Audio-Guide inkl. Kinderkanal
Inklusive:

Nachtwächter + Altstadtrundgang + Kindertour

Preis vor Ort: 22 € | Kinder der Familie unter 15 Jahre kostenfrei
Onlinepreis: 20 €* ➜ Bei Onlinebuchung sparen Sie 2 € gegenüber dem regulären Fahrpreis vor Ort.
Tourdetails Tagesticket buchen


Häufige Fragen zum Tag des offenen Denkmals in Dresden


Der Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, dem 13. September 2026, statt. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Denkmal.

Das bundesweite Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen historische Orte, die Verbindungen, Versorgung und gesellschaftliches Leben sichtbar machen.

Mehrere teilnehmende Orte liegen an oder nahe den 22 Haltestellen der Großen Stadtrundfahrt Dresden. Mit dem Hop-on-Hop-off-Tagesticket können Sie aussteigen, ein Denkmal besuchen und die Fahrt später fortsetzen.

Viele Besichtigungen und Führungen sind kostenfrei. Für einzelne Angebote können eine Anmeldung, begrenzte Teilnehmerzahlen oder zusätzliche Kosten gelten.